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To-do-Liste erstellen: so funktioniert sie wirklich

Von Redaktion todocompass, Stand 7. November 2026

Eine To-do-Liste, die du auch schaffst, entsteht in vier Schritten: Kopf leeren, jeden Punkt mit einem Verb formulieren, die Aufgaben für heute auswählen und für die wichtigste einen Zeitpunkt festlegen. Ob du das auf Papier oder online machst, ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass die Liste klein genug bleibt.

Wenn du erst wissen willst, was eine To-do-Liste genau ist, fang dort an. Die Schritte unten funktionieren aber auch ohne Vorwissen.

In vier Schritten zur Liste, die du schaffst

  1. Kopf leeren. Schreib alles auf, was offen ist, ungeordnet.
  2. Mit Verb formulieren. Aus „Steuer“ wird „Belege aus dem Ordner sortieren“. Jeder Punkt ist ein Schritt, den du heute tun könntest.
  3. Für heute auswählen. Alles, was nicht heute dran ist, wandert auf eine Später-Liste. Schätze zu jeder Aufgabe die Dauer, denn Menschen unterschätzen regelmäßig, wie lange sie brauchen (Planungsfehlschluss, Buehler, Griffin und Ross 1994).
  4. Wann und wo festlegen. „Wenn ich nach dem Frühstück am Schreibtisch sitze, rufe ich den Vermieter an.“ In Versuchen von Masicampo und Baumeister (2011) lenkten unerledigte Ziele weniger ab, sobald die Teilnehmenden einen konkreten Plan dafür aufgeschrieben hatten. Zu solchen Wenn-Dann-Plänen gibt es einen Überblick von Gollwitzer und Sheeran (2006).

Heute

0 offen

    Später

      0 Minuten für heute

      Gespeichert nur in deinem Browser.

      Ist deine Liste gut? Der Schnell-Check

      Aufgeschlagenes Notizbuch mit handgeschriebener Liste auf der Fensterbank, einige Punkte durchgestrichen

      Liste gestalten: Papier oder online

      Der Vorteil einer Liste: Du musst dir offene Aufgaben nicht mehr merken und siehst auf einen Blick, was heute dran ist. Welche Form du wählst, ist Geschmackssache. In einer YouGov-Umfrage von 2015 führten 32 Prozent der befragten Internetnutzer in Deutschland ihre To-do-Liste nur auf Papier, 11 Prozent nur digital, 13 Prozent beides. Neuere Zahlen haben wir nicht gefunden.

      Für Papier gibt es Vorlagen zum Ausdrucken mit Spalten für Dauer und Priorität. Fürs Handy nimmst du die To-do-Liste online oder eine App aus dem App-Vergleich.

      Wenn die Liste steht: priorisieren

      Stehen mehr Aufgaben drauf, als der Tag hergibt, brauchst du eine Reihenfolge. Die Methoden zum Priorisieren erklären Eisenhower-Matrix, Eat the Frog oder die 1-3-5-Regel mit Herkunft und Belegstand. Bleibt die Liste trotzdem voll, hilft eine Not-to-do-Liste mit allem, was du bewusst weglässt.

      Was Studien zeigen und was nicht

      „41 Prozent aller To-dos werden nie erledigt“ stammt aus einer Auswertung von Nutzerdaten der App iDoneThis, nicht aus einer Studie. Eine Messung von Dopamin beim Abhaken haben wir nicht gefunden. Der Zeigarnik-Effekt, nach dem Unerledigtes besser im Gedächtnis bleibt, ist laut einer Meta-Analyse von 2025 nicht allgemein belegt. Gut belegt ist dagegen, dass ein aufgeschriebener Plan den Kopf entlastet. Alle geprüften Aussagen stehen im Faktencheck zu To-do-Listen.

      Übrigens: Laut Duden schreibst du To-do-Liste mit zwei Bindestrichen, mehr dazu bei der richtigen Schreibweise.

      Häufige Fragen

      Wie erstellt man eine To-do-Liste? Schreib zuerst alles auf, was dir im Kopf herumgeht. Formuliere jeden Punkt als Handlung mit Verb, wähle die wenigen Aufgaben für heute aus und schieb den Rest auf eine Später-Liste. Für die wichtigsten Aufgaben legst du fest, wann und wo du sie erledigst.

      Wie viele Aufgaben gehören auf eine To-do-Liste für einen Tag? Eine belegte feste Zahl haben wir nicht gefunden. Faustregeln wie 3 bis 7 oder 1-3-5 stehen in vielen Ratgebern ohne Quelle. Belegt ist, dass Menschen die Dauer ihrer Aufgaben regelmäßig unterschätzen. Plane deshalb weniger, als dir passend vorkommt, und schätze zu jeder Aufgabe die Dauer.

      Ist eine To-do-Liste auf Papier oder in einer App besser? Dazu haben wir keine Studie gefunden, die eine Form klar vorne sieht. Nimm die Form, die du ohnehin jeden Tag in der Hand hast. Wichtiger als das Medium ist, dass die Liste kurz bleibt und du sie täglich ansiehst.

      Quellen