Getting Things Done (GTD) einfach erklärt
Getting Things Done, kurz GTD, ist eine Methode von David Allen, um alles aus dem Kopf zu bekommen, was dich beschäftigt. Du sammelst jede offene Sache an einem Ort, entscheidest für jede einzelne, was der nächste konkrete Schritt ist, und sortierst sie in feste Listen. Einmal pro Woche gehst du alles durch, damit das System aktuell bleibt.
Die fünf Schritte von GTD
Allen beschreibt GTD in fünf Schritten. Auf seiner Website heißen sie Capture, Clarify, Organize, Reflect und Engage. In der ersten Ausgabe des Buchs von 2001 hießen sie noch Collect, Process, Organize, Plan und Do. Auf Deutsch:
- Sammeln. Alles, was dich beschäftigt, kommt in einen Eingangskorb: Zettel, Gedanken, Mails, „müsste mal“. Hauptsache raus aus dem Kopf.
- Klären. Du nimmst jeden Punkt einzeln in die Hand und fragst: Was ist das? Muss ich etwas tun? Was ist der nächste Schritt?
- Ordnen. Jeder geklärte Punkt landet auf der richtigen Liste: nächste Schritte, Projekte, Warten auf, Irgendwann, Kalender.
- Durchsehen. Einmal pro Woche gehst du alle Listen durch, leerst den Eingangskorb und streichst, was sich erledigt hat.
- Erledigen. Du wählst aus deinen Listen, was jetzt dran ist, je nach Ort, Zeit und Energie.
- Eingangskorb: Alles, was dich beschäftigt (weiter zu: Klären)
- Klären: Was ist das? Muss ich etwas tun? Was ist der nächste Schritt? (weiter zu: Ordnen)
- Ordnen
- Nächste Schritte
- Projekte: mehr als einen Schritt
- Warten auf: Gib es ab
- Irgendwann
- Kalender: Hat es einen festen Termin?
- Wegwerfen: Muss ich überhaupt etwas tun?
- Wochenrückschau: Einmal pro Woche gehst du alle Listen durch, leerst den Eingangskorb (einmal pro Woche: zurück zu Eingangskorb)

Was tun mit jedem einzelnen Punkt?
Das Herz von GTD ist der zweite Schritt. Für jeden Punkt aus dem Eingangskorb gehst du dieselben Fragen durch, bis klar ist, wohin er gehört. Probier es mit einer Sache aus, die dir gerade im Kopf herumgeht:
Wohin gehört diese Sache?
Schreib eine Sache auf, die dir im Kopf herumgeht, und beantworte die Fragen mit Ja oder Nein.
Frage 1 von höchstens 5
Musst du dafür etwas tun?
Ohne Werkzeug geht es auch so:
- Muss ich überhaupt etwas tun? Wenn nein: wegwerfen, auf die Irgendwann-Liste setzen oder ablegen.
- Braucht es mehr als einen Schritt? Dann ist es ein Projekt. Schreib es auf die Projektliste und notiere den ersten Schritt.
- Dauert der nächste Schritt weniger als zwei Minuten? Dann mach ihn sofort. Das ist die bekannte 2-Minuten-Regel.
- Kann das jemand anders erledigen? Gib es ab und schreib es auf die Liste „Warten auf“.
- Hat es einen festen Termin? Dann in den Kalender, sonst auf die Liste der nächsten Schritte.
Wenn die Liste der nächsten Schritte lang wird, sortiert die Eisenhower-Matrix sie nach wichtig und dringend.
GTD ohne Spezial-App einrichten
Du brauchst für den Anfang nur einen Nachmittag und ein paar Listen. Ein Notizbuch mit Registern reicht genauso wie eine App.
GTD in einem Nachmittag einrichten
Wenn du lieber digital arbeitest, brauchst du eine App mit mehreren Listen und einem schnellen Eingang. Eine Auswahl findest du bei unseren To-do-Apps für GTD und anderen Arbeitsweisen.
Die Wochenrückschau
An der wöchentlichen Rückschau hängt nach unserer Einschätzung das ganze System. Ohne sie füllen sich die Listen mit Altlasten, und du vertraust ihnen irgendwann nicht mehr. Plane dir dafür eine feste Stunde pro Woche ein, zum Beispiel Freitagnachmittag. Dann leerst du den Eingangskorb, gehst jede Liste durch, streichst Erledigtes und prüfst, ob jedes Projekt einen nächsten Schritt hat. Für die Aufgaben mit festem Termin kannst du in der Rückschau gleich Zeitblöcke im Kalender setzen.
Was ist belegt?
Eine Studie, die GTD als Ganzes prüft, haben wir nicht gefunden. Der Grundgedanke passt aber zu Versuchen von Masicampo und Baumeister (2011): Unerledigte Ziele lenkten die Teilnehmenden weniger ab, sobald sie einen konkreten Plan dafür aufgeschrieben hatten. Genau das macht GTD mit dem Klär-Schritt, nur für alles auf einmal.
Für wen GTD zu viel ist
GTD kostet Pflege. Fünf Listen, Projekte, eine wöchentliche Rückschau: Wer nur zehn Aufgaben pro Woche hat, steckt schnell mehr Zeit in das System als in die Arbeit. Unsere Empfehlung: Fang mit Sammeln und der 2-Minuten-Regel an. Wenn das trägt, nimm die Listen dazu. Andere, schlankere Wege findest du in der Übersicht der Zeitmanagement-Methoden.
Häufige Fragen
Was ist die GTD-Methode? GTD steht für Getting Things Done, eine Methode von David Allen aus seinem Buch von 2001. Du sammelst alles, was dich beschäftigt, an einem Ort, entscheidest bei jedem Punkt, was der nächste Schritt ist, und sortierst ihn in feste Listen. Einmal pro Woche gehst du alles durch.
Wie heißt Getting Things Done auf Deutsch? Das Buch erscheint auf Deutsch bei Piper unter dem Titel „Wie ich die Dinge geregelt kriege“.
Was ist die 2-Minuten-Regel? Sie ist Teil von GTD: Wenn ein Schritt weniger als zwei Minuten dauert, erledigst du ihn sofort, statt ihn aufzuschreiben.
Brauche ich eine App für GTD? Nein. GTD funktioniert mit Papier, einem Notizbuch oder jeder To-do-App, die mehrere Listen kann.
Quellen
- Getting Things Done: What is GTD?, Stand 2026-11-07
- Wikipedia: Getting Things Done, Stand 2026-11-07
- Ex Libris: David Allen, Wie ich die Dinge geregelt kriege, Stand 2026-11-07
- Masicampo und Baumeister (2011), Journal of Personality and Social Psychology, Stand 2011